Poesie-Tankstelle

Meine Poesie-Tankstellen-Reisen dieses Sommers begannen am 18.7.2017 mit der Fahrt nach Reutlingen, drei Tage später traf ich in Bern ein und wurde von der fußgänger- und fahrradfreundlichen Schweiz willkommen geheißen. Rezitationen ergaben sich auf Boulevards, Marktplätzen, im Zug, in Wohnstuben, Cafès, ich lernte die beeindruckende Landschaft entlang der Aare kennen, machte Halt in Luzern, Zürich, Winterthur, Frauenfeld, Chur, Vella und auf der Jenatschhütte. Unvergesslich ist mir ein verzauberter Sonnabend im Val Lumnezia …

Nach einer kurzen Rast in Dresden machte ich mich in Ostsachsen auf den Weg, diesmal hießen die Stationen Bischofswerda, Göda, Bautzen, Hoyerswerda, Spremberg, Weißwasser und Görlitz.

Tief bewegt saß ich lange in der von Friedrich Press ausgestalteten Gödaer Kirche und machte mir Gedanken über die Chancen der Peripherie – dass ein zeitgenössischer Künstler z.B. in Dresden einen ganzen Kirchenraum verantworten darf, kann ich mir nicht vorstellen … Auch hier las ich auf Marktplätzen und Straßen, im Zug, in einem Antiquariat und einer Tourist-Information …

Eine berührende Fortsetzung fand die Poesie-Tankstelle am 27.9.17 im Waldhaus Ems, wo ich für Gäste und Studierende des Departement Architektur der ETH Zürich „Die 13 Monate“ von Erich Kästner rezitierte, denn „Architekten brauchen dringend Poesie“.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

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